Klima
Fridays for Future will 100-Milliarden-Sondervermögen

Klimaaktivistin Luisa Neubauer fordert ein Sondervermögen von 100 Milliarden Euro fürs Klima. Foto

© Annette Riedl/dpa

Für die Bundeswehr ist nach wenigen Tagen des Krieges von der Bundesregierung 100 Milliarden Euro bereitgestellt worden. Die gleiche Summe fordern nun auch Fridays for Future fürs Klima.

Der deutsche Ableger der Klimaschutzbewegung Fridays for Future fordert ein Sondervermögen von 100 Milliarden Euro für den Klimaschutz.

Die Wurzeln der Energiekrise und der Klimakrise seien dieselben: „Unsere Abhängigkeit von fossilen Energien. Und genau die muss beendet werden“, erklärte die Aktivistin Luisa Neubauer in Berlin. „Wenn jetzt nicht massiv in die schnelle Transformation weg von Kohle, Öl und Gas investiert wird, dann haben wir keine Chance aus der Krisenspirale rauszukommen.“

Aus dem neuen Finanztopf sollen nach Vorstellungen von Fridays for Future Maßnahmen zur Beschleunigung der Energiewende bezahlt werden – ein 9-Euro-Ticket, der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und eine „Sanierungsoffensive“.

Ein Teil solle als Klimafinanzierung an Länder des globalen Südens gehen. Die Summe soll durch eine Abschöpfung von übermäßigen Unternehmensgewinnen und eine Lockerung der Schuldenbremse, die der Neuverschuldung des Bundes enge Grenzen setzt, eingenommen werden, so die Bewegung. Auch könnten Subventionen für die Nutzung fossiler Rohstoffe abgebaut werden.

Neubauer: Entlastungspakete greifen zu kurz

Klima- und Energiekrise bedingten einander, so Fridays for Future. „Die Angst vor den Nebenkostenabrechnungen ist eine direkte Konsequenz einer Politik, die sich zu lange geweigert hat, eine echte Energieunabhängigkeit auf Basis erneuerbarer Energien einzuleiten.“ Die aktuellen Entlastungspakete…