Zu viel Rotation beim FC Bayern? Darum liegt Effenberg mit der Nagelsmann-Kritik voll daneben

Julian Nagelsmann

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Der FC Bayern kam gegen den VfB Stuttgart nicht über ein Unentschieden hinaus, nachdem Nagelsmann sechs neue Spieler brachte. An Mazraoui, Tel und Co lag der schwache Auftritt aber nicht.

Der FC Bayern findet sich nach drei Unentschieden in der Bundesliga in Serie nur noch auf Rang drei wieder. Demnach beginnt es in München so langsam zu brodeln und auch Julian Nagelsmann gerät so langsam in die Bringschuld. Im Sport1-‚Doppelpass‘ kritisierte Stefan Effenberg Julian Nagelsmann dafür, zu viel rotiert zu haben. Doch kann dieser Vorwurf überhaupt gelten?

Nach dem 2:2 gegen den VfB Stuttgart nahm sich Stefan Effenberg insbesondere Bayern-Coach Julian Nagelsmann vor und zeigte sich wenig erfreut über dessen Rotationsmaßnahmen.

“Das ist mir zu viel, weil es geht darum das Spiel zu gewinnen und das mit den besten Leuten die ich habe. Und dann rotiere ich lieber im kleinen, also mit ein oder zwei Leuten und nehme sie nach 60-65 Minuten raus. Aber ich hätte jetzt nicht in dem Stil mit sechs Leuten rotiert, weil das Ergebnis über allem steht“, so der Vorwurf des früheren Bayern-Spielers.

Tatsächlich: Im Vergleich zum Inter-Spiel standen mit Noussair Mazraoui, Dayot Upamencano, Leon Goretzka, Jamal Musiala, Mathys Tel und Serge Gnabry sechs neue Spieler in der Startformation.

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