Krieg in der Ukraine
Selenskyj zu Gegenoffensive: Werden nicht stillstehen

Die ukrainische Gegenoffensive setzt Russland im Osten der Ukraine unter Druck. Foto

© Leo Correa/AP/dpa/Archiv

Die Gegenoffensive im Osten der Ukraine setzt die russischen Truppen weiter unter Druck. London spricht von „erheblichen Folgen“ für die Einsatzplanung der Russen. Der Kreml gibt sich unbeirrt.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj möchte die militärische Offensive gegen russische Truppen fortsetzen. „Unser Ziel besteht darin, unser gesamtes Gebiet zurückzuerobern. Die Rückeroberung ist das Hauptziel“, sagte Selenskyj dem US-Nachrichtensender CNN in einem am Sonntag (Ortszeit) ausgestrahlten Interview. Die Ukraine könne nicht zulassen, dass Russland die gleiche Besetzung fortsetze, die es 2014 begonnen habe.

Zunächst stellten die Russen Bedingungen auf, erklärte Selenskyj weiter. Entweder lasse man sich darauf ein oder die Russen setzten ihren Einmarsch fort. „Das ist deren Strategie.“ Das Vorgehen nannte Selenskyj „russischen Kannibalismus“: „Sie werden dich aufessen, häppchenweise, Stück für Stück.“ Darauf wolle er sich nicht weiter einlassen. „Ich will dieses Spiel nicht spielen. Ich mag das nicht“, so Selenskyj. Man werde nicht stillstehen. Mit der Gegenoffensive werde man sich „langsam und schrittweise weiter nach vorne bewegen.“

Selenskyj: Zurzeit keine Verhandlungen mit Russland

Auf die Frage, ob er mit Russland in Verhandlungen treten wolle, antwortete der Präsident: „Zurzeit nicht. Ich sehe auf ihrer Seite keine Bereitschaft, konstruktiv zu sein.“ Nach einem Rückzug der russischen Truppen könne das Gespräch jedoch beginnen.

Der Vormarsch der ukrainischen Armee im Osten des Landes geht nach Angaben aus Kiew derweil weiter. „Die Befreiung von Ortschaften unter russischer…