Das Wichtigste in Kürze:

Atomkraftwerk Saporischschja komplett vom Netz Ukrainische Gegenoffensive sorgt für neuen Frontverlauf Russland zieht Truppen aus Region Charkiw zurück Kuleba fordert bei Baerbocks Kiew-Besuch mehr schwere Waffen

 

 

Laut Enerhoatom, dem Betreiber des Kernkraftwerkes, arbeitete die Anlage in den letzten drei Tagen bereits im „Inselbetrieb“, das heißt, es produzierte nur noch Strom zur Eigenversorgung, weil alle Verbindungslinien zum ukrainischen Stromnetz durch den Beschuss unterbrochen worden waren. Am Samstagabend sei zunächst eine Leitung zum Stromnetz wieder hergestellt worden. Daraufhin sei entschieden worden, das AKW über diese Leitung zu versorgen und den letzten funktionierenden Reaktorblock abzuschalten und auf den sicheren Kaltzustand herunterzukühlen. 

Rings um das größte AKW in Europa kommt es immer wieder zu Kämpfen zwischen ukrainischen und russischen Truppen. Das Gelände des in der Stadt Enerhodar gelegenen Kraftwerkes wurde wiederholt getroffen.

Selenskyj lobt Gegenoffensive

Im Rahmen ihrer Gegenoffensive im Nordosten des Landes hat die ukrainische Armee laut Präsident Wolodymyr Selenskyj in den vergangenen zehn Tagen rund 2000 Quadratkilometer in bislang von Russland besetzten Gebieten zurückerobert. In seiner abendlichen Videoansprache dankte Selenskyj allen Soldaten, die an Rückeroberungen in der Region Charkiw beteiligt waren.

„In den vergangenen Tagen hat uns die russische Armee ihre beste Seite gezeigt – ihre Rückseite“, sagte Selenskyj. Es sei „eine gute Wahl für sie, zu fliehen“.

Wolodymyr Selenskyj: „In der Ukraine gibt es keinen Platz für die Besatzer“

Moskau nennt Rückzug „Umgruppierung“

Der ukrainische Vorstoß hat Russland offenbar überrascht und zwingt die Streitkräfte zum Rückzug. Das Verteidigungsministerium in Moskau gab den Abzug aus strategisch wichtigen Städten bekannt. Soldaten sollten in der Region Charkiw etwa aus Isjum abgezogen werden. Offiziell wurde das mit einer „Umgruppierung“…