Drogenpolitik
Regierung will Drogen-Derivat 1-V-LSD verbieten

Der Bundesdrogenbeauftragte Burkhard Blienert spricht von „skrupellos agierenden Akteuren des Drogenmarktes“. Foto

© Hendrik Schmidt/dpa

1-V-LSD ist ein Derivat der psychoaktiven Droge LSD und bislang freiverkäuflich. Diese Lücke will die Bundesregierung nun rasch schließen.

Die Bundesregierung will eine Lücke in der Drogenpolitik schließen und das bislang legal verkäufliche 1-V-LSD verbieten. Einen entsprechenden Verordnungsentwurf hat sie dem Bundesrat zugeleitet; dieser berät laut der im Internet abrufbaren Tagesordnung in seiner nächsten Sitzung am 16. September darüber. Mit der Verordnung würde die Liste der verbotenen neuen psychoaktiven Stoffe erweitert.

1-V-LSD, ein Derivat der psychoaktiven Droge LSD, ist einer davon. Bisher ist er etwa in Internetshops und Läden frei verkäuflich. In dem Entwurf heißt es: „Bei dem Stoff 1-V-LSD handelt es sich um eine psychedelisch wirkende Substanz, die bei Körperpassage zu LSD umgewandelt wird und bereits zu Missbrauchszwecken am Drogenmarkt vertreten ist.“

Der Drogenbeauftragter der Bundesregierung, Burkhard Blienert (SPD), sagte der „Welt am Sonntag“, Anbieter der Droge seien „skrupellos agierende Akteure des Drogenmarktes“. Er warnte vor „unkalkulierbarengesundheitlichen Gefahren“ bei Einnahme des Derivates, dessenunerforschte Formel mitunter stärker als LSD sein könne.

Verordnung

Bundesrat-Tagesordnung, TOP 55

dpa

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