Das Wichtigste in Kürze: Baerbock: Ukraine kann sich auf uns verlassen Gegenoffensive der ukrainischen Armee offenbar erfolgreich EU-Staaten sichern Ukraine weitere Milliarden zu Lage am Atomkraftwerk Saporischschja löst weiter Besorgnis aus Deutsche Kommunen warnen vor flächendeckenden Stromausfällen

 

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock ist überraschend in Kiew eingetroffen. Sie wolle mit ihrem zweiten Besuch seit Kriegsbeginn zeigen, „dass wir der Ukraine weiter beistehen, solange es nötig ist – mit der Lieferung von Waffen, mit humanitärer und finanzieller Unterstützung“, sagte sie bei ihrer Ankunft. „Für mich ist klar, (der russische Präsident Wladimir, Anm. d. Red.) Putin setzt darauf, dass wir der Anteilnahme am Leid der Ukraine müde werden.“ Der Kremlchef glaube, „dass er unsere Gesellschaften mit Lügen spalten und mit Energielieferungen erpressen kann“ Diese Rechnung Putins dürfe und werde nicht aufgehen. Sie sei gekommen, um den Menschen in der Ukraine zu zeigen, „dass sie sich weiter auf uns verlassen können“.

Die Grünen-Politikerin reiste in der Nacht zu Samstag mit einem Sonderzug und einer kleinen Delegation von Polen aus nach Kiew. Der Luftraum über der Ukraine ist seit Kriegsbeginn gesperrt. In der Hauptstadt will Baerbock unter anderem Gespräche mit Außenminister Dmytro Kuleba führen. Die Ministerin war Mitte Mai als erstes deutsches Regierungsmitglied seit Kriegsbeginn nach Kiew gereist. Sie hatte damals die deutsche Botschaft wiedereröffnet und Präsident Wolodymyr Selenskyj sowie Kuleba getroffen.

Ukrainische Truppen in der Region Charkiw

Kiews Truppen melden erhebliche Geländegewinne

Ukrainische Truppen haben nach Selenskyjs Angaben mehr als 30 Siedlungen in der ostukrainischen Region Charkiw von den Russen zurückerobert. „Wir übernehmen nach und nach die Kontrolle über neue Siedlungen“, sagte Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache. Sowohl im Donbass im Osten der Ukraine als auch im Süden des Landes dauerten…