6. Spieltag
Demirbay motzt wie Kroos: Bayers Dauersuche nach dem Fußball-Glück

Marco Richter (l) von Hertha BSC jubelt nach seinem Treffer zum 2:1 mit Teamkollege Jean Paul Boetius. Foto

© Andreas Gora/dpa

Auf der Suche nach der verlorenen Fußball-Leichtigkeit hat Bayer Leverkusen schon wieder den falschen Abzweig gewählt. Nach einem wilden Remis hoffen Trainer Seoane und die Spieler auf die Trendwende.

Kerem Demirbay war fast so sauer wie Toni Kroos. „Ihr habt so lange Zeit, ihr müsst die Fragen nicht negativ stellen“, raunzte Bayer Leverkusens Mittelfeldrenner fast wortgleich wie der Ex-Weltmeister in dessen legendärem TV-Interview nach dem Champions-League-Sieg mit Real Madrid.

Demirbay hatte gerade nicht zum fünften Mal die Königsklasse gewonnen, sondern mit der Werkself in der Bundesliga 2:2 bei Hertha BSC gespielt. Und doch wünschte er sich eine moderate Sichtweise auf Bayers Ergebniskrise.

„Wir sind in einer schweren Situation, wir stecken ganz tief drin, wir werden aber da raus kommen. Glaubt mir, wir werden in ein paar Spielen wahrscheinlich hier stehen und sagen, „jetzt Richtung Champions League oder was auch immer““, meinte Demirbay im festen Glauben an einen sportlichen Aufschwung – bestmöglich schon im kommenden Champions-League-Duell mit Atlético Madrid.

Ein Spiel mit Achterbahn-Charakter

Trotzig war die Wortwahl bei Leverkusens wieder einmal enttäuschten Fußball-Profis, denen Patrik Schick mit seinem Ausgleich (79.) immerhin eine weitere Niederlage erspart hatte. Das Remis in Berlin war zu wenig, um eine Trendwende herbeizureden. In seiner Dramaturgie war es immerhin genug, um den Fokus auf das Positive zu richten, meinte Demirbay, der mit seinem Traumfreistoß (49.) die Führung besorgt hatten.

Auch Trainer Gerardo Seoane, der sich trotz…