Ukrainischer Soldat
Ärzte wollten ihm das Bein abnehmen, dann kommt er nach Deutschland. Jetzt will Sascha zurück an die Front

Alexsandr, genannt Sacha, ist Soldat. Er will nach einem Klinikaufenthalt in Bochum zurück in die Ukraine, sein Land verteidigen

© Fabian Strauch / DPA

09.09.2022, 16:32
3 Min. Lesezeit

Ein im Kriegseinsatz schwer verletzter ukrainischer Soldat wird an der Uniklinik in Bochum erfolgreich behandelt. Bald will er in seine Heimat zurückkehren und sein Land weiter verteidigen. Bei der schwierigen Diagnose hilft ein Spezialist – und ein besonderes Gerät.

Seine Mimik und seine Augen verraten, dass er zwischen Freude, Hoffnung und Verzweiflung schwankt. Aleksandr Shepieliev weiß nicht so recht, was ihn in wenigen Tagen nach der ersehnten Rückkehr in seiner Heimat Ukraine erwartet. Wie kaputt ist sein Land? Wer lebt noch, wer ist verletzt? Was hat seine Familie, was haben Freunde daheim durchgemacht? Doch trotz der vielen Unwägbarkeiten und des unfassbaren Leids in seiner vom Krieg weitgehend zerstörten Heimat kann er es das Wiedersehen kaum erwarten. „Ich freue mich darauf, bald wieder nach Hause zu kommen und meine Familie und vielleicht auch meine Kameraden wiederzusehen“, sagt der 21 Jahre alte Berufssoldat am Freitag in Bochum.

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