Energie
Ölpreise fallen auf Tiefstände – wird nun auch der Sprit beim Tanken günstiger?

Wird Tanken bald günstiger? Die Ölpreise sind zuletzt zumindest gefallen

© IMAGO/Andreas Friedrichs

09.09.2022, 11:05
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Wird Tanken billiger? Die Erdölpreise fielen in dieser Woche auf Tiefstände. Die Frage, ob dies nun Auswirkungen auf den Spritpreis an der Tankstelle hat, ordnet der ADAC auf Anfrage ein. 

von Aristotelis Zervos

Dieser Artikel erschien zuerst bei RTL.de

Am Mittwochmorgen fielen die Erdölpreise auf mehrmonatige Tiefstände. Für Autofahrerinnen und Autofahrer stellt sich direkt die Frage: Wann spüren sie die neuen Preise an der Zapfsäule? „Aus der Vergangenheit wissen wir, dass Ölverteuerungen schnell und unverzüglich an die Verbraucher weitergegeben werden. Anders herum ist das nicht immer so“, erklärt der ADAC auf RTL-Anfrage.

Rohölpreise sinken fast auf Jahrestief

Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent sank bis auf 91,29 US-Dollar, ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) kostete im Tief 85,14 Dollar. Damit musste für ein Fass Brent so wenig gezahlt werden wie seit Februar nicht mehr, der WTI-Preis sank auf den tiefsten Stand seit Januar. Im Vergleich zum Vortag betrugen die Abschläge in etwa eineinhalb Dollar.

Zurzeit lastet ein ganzes Bündel von Faktoren auf den Rohölpreisen. In erster Linie sorgen die ungünstigen Konjunkturaussichten, gepaart mit vielerorts steigenden Zinsen für Pessimismus. Hinzu kommt der seit längerem starke US-Dollar, der Erdöl für Interessenten außerhalb des Dollarraums wechselkursbedingt verteuert und die Nachfrage drückt. Als dritter Belastungsgrund gilt die strikte Corona-Politik Chinas, die die wirtschaftlichen Aussichten der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt beeinträchtigt.