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Ukrainischer Botschafter warnt Deutsche vor „Fake“-Stiftung

Die Situation in der Ukraine bewegt viele dazu zu spenden. Foto

© Leo Correa/AP/dpa

Vielen Deutschen geht das durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine verursachte Leid nahe. Das macht sich eine Fake-Stiftung zunutze. Sie fordert im Namen des Präsidenten zum Spenden auf. Die Fakten.

Seit Beginn der russischen Invasion Ende Februar haben schon viele Menschen für die Ukraine gespendet. Wer sich aktuell nach Hilfsprojekten umsieht, stößt möglicherweise auf die Webseite einer angeblichen „Militärischen Stiftung des Präsidenten der Ukraine“. Wer sich mit Spenden daran beteilige, könne finanziell profitieren, wird dort versprochen.

Behauptung: Der ukrainische Präsident betreibe eine Stiftung, die Geldspendern Gewinne verspricht.

Bewertung: Falsch.

Fakten: Der Botschafter der Ukraine in Deutschland, Andrij Melnyk, bezeichnet die angebliche Stiftung als „Fake“. Er appelliert an die Deutschen: „Bitte bleiben Sie wachsam und tappen Sie nicht in diese russische Falle.“ Der Zynismus des Kreml, die Menschen in die Irre zu führen, habe damit eine neue Stufe erreicht, erklärte Melnyk auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Der Botschafter fordert die Polizeibehörden und das Bundeskriminalamt dazu auf, in diesem „besonders boshaften Betrugsfall zügig zu ermitteln und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen“.

Der ukrainische Militärgeheimdienst warnte bereits am 11. August 2022 vor einer „Informationskampagne zur Diskreditierung des Präsidenten der Ukraine“. In einer Erklärung heißt es, es werde eine „gefälschte Plattform der so genannten „Zelensky-Stiftung“ erstellt und veröffentlicht werden“, die sich an ausländische Bürger und Institutionen richte. Von dem „Fake-Account“ sei nicht nur Deutschland…