CSU-Politiker
Weber wegen Wahlkampfhilfe für Berlusconi in der Kritik

Manfred Weber (CSU), Fraktionsvorsitzender der EVP im Europaparlament, stößt mit seiner Wahlkampfhilfe für Berlusconi auf Kritik. Foto

© Michael Kappeler/dpa/Archiv

CSU-Vize Manfred Weber unterstützt in Italien den Wahlkampf des umstrittenen früheren Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi. Das stößt in der EU und Deutschland auf Kritik. Auch ein schwerer Vorwurf wird geäußert.

Führende Europapolitiker von SPD, Grünen, FDP und Linken üben scharfe Kritik an der Wahlkampfunterstützung des CSU-Europapolitikers Manfred Weber für Italiens Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi.

Mit seinem Wahlkampf für das von Berlusconi angestrebte Rechtsbündnis stärke Weber antieuropäische Kräfte, sagte die Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Katarina Barley (SPD), zum Engagement des Niederbayern der Deutschen Presse-Agentur. Für den eigenen Machterhalt werde mit „Antidemokraten“ kooperiert.

Ähnlich kritisch äußerten sich der Sprecher der deutschen Grünen im Parlament, Rasmus Andresen, und die FDP-Politikerin Nicola Beer. Andresen sagte: „Berlusconi ist ein zwielichtiger Politiker, der sich schon mehrfach wegen Korruption und anderer Affären verantworten musste.“ Es sei befremdlich, dass Weber Berlusconi so offen unterstütze. Die wie Barley als Vizepräsidentin des EU-Parlaments amtierende Politikerin Beer kommentierte, Berlusconi sei „nicht unterstützenswert“.

Weber hatte zuletzt unter anderem im Gespräch mit Medien für den 85 Jahre alten Berlusconi und dessen Partei Forza Italia geworben. Diese gehört zur größten europäischen Parteienfamilie EVP, deren Vorsitzender Weber seit einigen Monaten ist.

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