Basketball
Anführer, vereinslos, sucht: Schröders EM-Bewerbungswochen

Kämpft auch um einen neuen NBA-Vertrag: Dennis Schröder. Foto

© Federico Gambarini/dpa/Archivbild

In der NBA ohne Verein, im Nationalteam die Nummer eins. Dennis Schröder ist zum Chef der deutschen Basketballer aufgestiegen. Soll es mit der EM-Medaille klappen, wird er zur Schlüsselfigur.

Über Dennis Schröder verliert in den begeisternden Basketball-Tagen von Köln und Berlin keiner ein schlechtes Wort.

Bundestrainer Gordon Herbert nannte Schröders Ernennung zum Kapitän vor der EM „eine der einfachsten Entscheidungen“, die er jemals treffen musste. Für Maodo Lo kann sich Basketball-Deutschland „glücklich schätzen, einen Dennis Schröder zu haben“. Und Youngster Justus Hollatz nannte den Routinier mit großer NBA-Erfahrung „als Anführer supergut“ und „einen super Menschen“.

Schröder blüht auf – und hadert mit seinem Wurf

Vor dem EM-Achtelfinale am Samstag (18.00 Uhr/Magentasport) in Berlin gegen Außenseiter Montenegro ist Schröder zum Chef des Nationalteams avanciert – auf dem Platz und daneben. Mit der vom aussortierten Routinier Robin Benzing übernommenen Kapitänsrolle blühte der 28 Jahre alte Spielmacher in den vergangenen Wochen richtig auf. Schröder trägt als Point Guard die Hauptverantwortung, er nimmt diese Rolle voll an. Seine eigene Leistung bewertet er kritisch, nach schwierigen Situationen gibt es kein Verstecken mehr.

Bestes Beispiel war die Vorrunden-Niederlage in Köln gegen Slowenien mit NBA-Star Luka Doncic. Schröder flog nach einem technischen und einem unsportlichen Foul vorzeitig vom Parkett. Doch statt sich danach wortlos in die Kabine zu verziehen, ließ sich Schröder extra in die Pressekonferenz berufen, um dort seine Sicht der Dinge zu erklären. „Wir brauchten auch mal eine…