Atomkonzern Enerhoatom
Saporischschja: Akw-Betreiber wirft russischen Besatzern Folter und Tötung von Mitarbeitern vor

Ukraine: Ein russischer Soldat bewacht einen Bereich des Kernkraftwerks Saporischschja

© AP / DPA

08.09.2022, 07:00
1 Min. Lesezeit

Der Atomkonzern Enerhoatom wirft den russischen Truppen im besetzten AKW Saporischschja die Verschleppung und Folterung von Kraftwerksmitarbeitern vor.

Der Präsident der ukrainischen Betreibergesellschaft des Atomkraftwerks Saporischschja hat den russischen Besatzern die Verschleppung, Folter und Tötung von ukrainischen Mitarbeitern vorgeworfen. „Etwa 200 Leute sind bereits inhaftiert worden, von einigen wissen wir nicht, was mit ihnen passiert ist, es gibt keinen Hinweis, wo sie sind“, sagte Petro Kotin, Präsident von Energoatom, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstagsausgaben).

Ukraine: Akw-Betreiber weiß von Folterungen

Einige Mitarbeiter seien getötet worden, erklärte er und fügte hinzu: „Wir wissen, dass Menschen gefoltert worden sind“. Die russischen Besatzer versuchen dem Energoatom-Chef zufolge, herauszufinden, welche Mitarbeiter proukrainisch sind. „Es ist sehr schwierig für unser Personal, da zu arbeiten“, sagte Kotin. Doch die Mitarbeiter wüssten, dass es wichtig für die nukleare Sicherheit und für den Brandschutz sei, vor Ort zu bleiben. „Sie erfüllen ihre Pflicht.“ 

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