Das Wichtigste in Kürze:

– UN und Rotes Kreuz kritisieren russische Deportationslager

– Selenskyj bestätigt ukrainische Gegenoffensive in Charkiw

– Ukraine hat erstmals Angriffe auf Ziele auf der Krim zugegeben

– Kiew verhängt Sanktionen gegen 606 hochrangige russische Politiker

– Leiche von britischem Gefangenem weist Foltermerkmale auf

 

Wichtige Vertreter der Vereinten Nationen haben russische Deportationslager im ukrainischen Kriegsgebiet deutlich kritisiert. Das russische Militär wird verdächtigt, Menschen aus der Ukraine dorthin zu bringen, um sie dann gegen ihren Willen nach Russland oder in russisch besetztes Gebiet weiterzutransportieren. „Die anhaltenden Beschuldigungen über gewalttätige Vertreibung, Deportation und sogenannte ‚Filter-Camps‘ Russlands und angeschlossener lokaler Kräfte sind extrem beunruhigend“, sagte die UN-Beauftragte für politische Angelegenheiten, Rosemary DiCarlo, am Mittwoch (Ortszeit) bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats in New York.

In solche Camps verschleppte ukrainische Staatsbürger werden nach Berichten Betroffener auf ihre Gesinnung hin überprüft. Manche von ihnen werden demnach nach Russland gebracht. „Die Vereinigten Staaten haben Informationen, dass Mitglieder der russischen Präsidialverwaltung die Filtrationen beaufsichtigen und koordinieren“, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Vedant Patel und forderte die Führung im Kreml auf, diese Praxis sofort einzustellen.

Linda Thomas-Greenfield, UN-Botschafterin der USA

Die USA und das Internationale Rote Kreuz fordern Zugang zu diesen Lagern. Moskau hat bisher die Beschuldigungen zu sogenannten „Filter-Camps“ abgestritten.

Nach Angaben der US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Linda Thomas-Greenfield, besagen Schätzungen einiger Quellen, dass Russland zwischen 900.000 und 1,6 Millionen Menschen aus der Ukraine befragt, festgenommen und aus ihren Heimatorten nach Russland oder in das russisch besetzte Gebiet in der Ukraine deportiert haben soll.

Die…