Betrugsvorwürfe
Früherer Trump-Chefstratege Steve Bannon vor neuer Anklage: „Sie verfolgen uns alle“

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08.09.2022, 17:29
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Er gründete das rechte Medium Breitbart News und galt als Stratege hinter Donald Trump: Steve Bannon. Der Ex-Präsident feuerte den 68-Jährigen zwar, begnadigte ihn aber in einem Korruptionsverfahren. Nun steht Bannon ein erneutes Verfahren bevor.

Als Donald Trump 2017, nur ein halbes Jahr nach seinem Amtsantritt, seinen früheren Wahlkampfleiter und Chefstrategen Steve Bannon nach einem Zerwürfnis feuerte, schien der heute 68-Jährige urplötzlich weg vom Fenster zu sein. Doch der Kontakt zwischen den beiden Männern blieb und Bannon arbeitete weiter daran, dass rechtspopulistische Bewegungen die westlichen Demokratien zersetzen – auch in Europa, wo er sich im März 2018 unter anderem mit den AfD-Politikerinnen Alice Weidel und Beatrix von Storch sowie der Französin Marine Le Pen vom Front National (heute Rassemblement National) traf. Bannon machte auch weiter Wahlkampf für Trump und hatte Kontakt zum damaligen Noch-Präsidenten einen Tag vor dem Sturm aufs Kapitol im Januar 2021. In seinem Podcast prognostizierte Bannon: „Morgen wird die Hölle losbrechen“ („All the hell is going to break loose tomorrow“).

Es war daher keine Überraschung, dass Steve Bannon zu jenen Personen gehörte, die Donald Trump noch am letzten Tag seiner Amtszeit begnadigte. Dadurch wurde eine Anklage wegen Verschwörung zum Überweisungsbetrug und zur Geldwäsche im Zusammenhang mit Spendengeldern für den Bau einer Mauer an der Südgrenze der USA zu Mexiko hinfällig. Bannon soll als Berater der Fundraising-Organisation We build the Wall („Wir bauen die Mauer“) mit Komplizen Geld veruntreut haben. Doch der Fall holt den rechtspopulistischen Vordenker offenbar nun wieder ein. Laut einem Bericht der „New York Times“ (NYT) hatte die…