Pressestimmen
Von „zu viele Patzer“ bis „es kommt auf Ergebnisse an“ – so sehen Medien Habecks „Maischberger“-Auftritt

Wirtschaftsminister Robert Habecks Auftritt bei „Maischberger“ war kein Glanzstück politischer Kommunikation

© Bernd von Jutrczenka / DPA

08.09.2022, 09:53
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Wirtschaftsminister Robert Habeck sagt bei „Maischberger“ etwas zu Insolvenzen, was Zweifel an seiner Kompetenz weckt – und provoziert viele Kommentare in deutschen Medien.

In der ARD-Sendung „Maischberger“ am Dienstagabend hatte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) auf die Frage, ob er mit einer Insolvenzwelle am Ende dieses Winters rechne, geantwortet: „Nein, das tue ich nicht. Ich kann mir vorstellen, dass bestimmte Branchen einfach erstmal aufhören zu produzieren.“

Robert Habeck und die Insolvenz

Als Beispiel nannte Habeck Blumenläden, Bioläden und Bäckereien, weil diese Läden „darauf angewiesen sind, dass die Menschen Geld ausgeben“. Solche Betriebe hätten dann wirkliche Probleme, weil es eine Kaufzurückhaltung gebe. „Dann sind die nicht insolvent automatisch, aber sie hören vielleicht auf zu verkaufen“, so Habeck.

Nicht nur für die Opposition sind diese Aussagen ein gefundenes Fressen, sondern auch für die Kommentar-Schreiberinnen und -Schreiber deutscher Medien. So hart wie die Union gehen sie allerdings mit Habeck meist nicht ins Gericht. Die Presseschau:

„Bild“-Zeitung: „Das Amt des Bundeswirtschaftsministers ist kein Trainee-Programm, in dem Politiker erst einmal monatelang herumschnuppern und sich ausprobieren können. Wer diesen Job macht, muss ein Ass in Wirtschaftsfragen sein. Das gilt ganz besonders in Krisenzeiten. Habeck hat – bei allem persönlichen Einsatz – gezeigt, dass er die Voraussetzungen nicht erfüllt. Dafür hat er sich bereits zu viele Patzer…