IG Metall
Aufgeheizte Stimmung – Firmen sehen Existenzgefahr

Das Logo der IG Metall: Es steht eine neue Tarifrunde an. Foto

© Daniel Karmann/dpa

Hohe Eingangsforderung, prompte Ablehnung – dieses Ritual kennt man vom Auftakt vieler Tarifverhandlungen. In der Metallbranche ist der Ton diesmal besonders rau. Die Inflation würde ein moderates Lohnplus wohl auffressen. Doch auch die Betriebe haben ernste Kostenprobleme.

Die Metall- und Elektroindustrie mit ihren fast vier Millionen Beschäftigten steuert auf eine der wohl konfliktreichsten Tarifrunden seit langem zu. Kurz vor dem Start der Gespräche Anfang kommender Woche warnte die IG Metall die Arbeitgeber davor, nur geringe oder womöglich gar keine Lohnerhöhungen anzubieten. Wegen der enormen Verteuerung vor allem von Energie, Sprit und Lebensmitteln sei die Stimmung unter den Mitgliedern „ausgesprochen aufgeheizt“, sagte Gewerkschaftschef Jörg Hofmann am Donnerstag in Hannover.

Dort legten die Metaller ihre Strategie für die ersten Verhandlungen am Montag abschließend fest. Der Bezirk Niedersachsen/Sachsen-Anhalt macht diesmal den bundesweiten Auftakt. Der Arbeitgeberverband warb vorab um Verständnis für seine Position, hohe Entgelt-Steigerungen seien derzeit nicht vertretbar. „Viele Betriebe sind bereits massiv in ihrer Existenz gefährdet“, erklärte Niedersachsen-Metall-Chef Volker Schmidt. „Die Unsicherheiten sind größer denn je.“

Gestärkte Kaufkraft gegen wachsende Kostenlast

Die Gewerkschaft verlangt acht Prozent mehr Geld über eine Laufzeit von einem Jahr – als Erhöhung, die dauerhaft in die Tariftabellen einfließt. Während die IG Metall die Kaufkraft gerade jetzt gestärkt sehen will, verweisen die Arbeitgeber auf ihre wachsende Kostenlast.

Viele Menschen merkten eine stetige Inflation, so Hofmann. „Das staut sich in…