Generaldebatte im Bundestag
Ziemlich beste Rivalen: Scholz und Merz demonstrieren (wieder einmal) ihre Differenzen

Bundeskanzler Olaf Scholz (M., SPD) und Oppositionsführer Friedrich Merz (r., CDU)

© Kay Nietfeld / DPA

07.09.2022, 13:05
3 Min. Lesezeit

Wer hat Schuld am Schlamassel? Kanzler Scholz und Oppositionsführer Merz machen sich gegenseitig für die Energiekrise verantwortlich – und teilen kräftig gegeneinander aus.

Der Knalleffekt war zwar gering, aber geknallt hat es trotzdem. Und zwar gewaltig. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Oppositionsführer Friedrich Merz (CDU) haben sich am Mittwoch in der Generaldebatte im Bundestag ein Wortgefecht geliefert – und kräftig gegeneinander ausgeteilt (lesen Sie hier mehr dazu).

An Streit- und Reizthemen mangelt es in diesen Tagen nicht, von der schwelenden Energiekrise über das dritte Entlastungspaket bis zum Zoff um die geplante Abschaltung der drei verbliebenen Atomkraftwerke in Deutschland. 

Dass es zum Auftakt der insgesamt vierstündigen Aussprache heiß hergehen würde, war damit zu erwarten – die Generaldebatte zu den Haushaltsberatungen nutzen Koalition und Opposition traditionell zum Schlagabtausch über die Regierungspolitik. Den Tonfall hatte Merz jedoch schon in den vergangenen Tagen gesetzt.

Friedrich Merz: Scholz soll „Irrsinn“ stoppen

Am Sonntag, als er im ARD-„Sommerinterview“ eine Kritik-Kaskade gegen das nunmehr dritte Entlastungspaket der Ampel-Koalition abfeuerte: Vorschläge zur Unterstützung der Wirtschaft fehlten, monierte der CDU-Chef, wenigstens sei mit der Einbeziehung von Rentnern und Studierenden „etwas korrigiert“ worden, „was die Koalition falsch gemacht hat“. Aber nur, so Merz‘ Lesart, weil es die Union angesprochen habe. 

Oder am Montag, als er im…