Artikel der „Washington Post“
„Beten, dass Donald Trump wieder Präsident wird“: Angebliche Aussage von Springer-Chef Döpfner sorgt für Verwirrung

Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG

© Britta Pedersen / DPA

07.09.2022, 12:57
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Eine Aussage des Vorstandsvorsitzenden des Medienkonzerns Axel Springer, Mathias Döpfner, sorgt für Stirnrunzeln. Die US-Zeitung „Washington Post“ zitiert aus einem mutmaßlich persönlichen Schreiben des Managers kurz vor der Präsidentschaftswahl 2020. Darin schwärme Döpfner von Donald Trump.

„Wollen wir uns alle am 3. November morgens für eine Stunde zusammensetzen und dafür beten, dass Donald Trump wieder Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wird?“ Diese Worte stammen mutmaßlich aus einer E-Mail von Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender des Axel Springer Verlags, das er im Oktober 2020, kurz vor den Präsidentschaftswahlen, an „seine engsten Führungskräfte“ verschickt haben soll. Der „Washington Post“, die am Dienstag darüber berichtete, liegt das Schreiben nach eigenen Angaben vor. Die Presseabteilung von Axel Springer und Döpfner selbst reagierten auf eine Anfrage des stern bislang nicht. 

Der 59-jährige Medienmanager hat als Chef des Springer-Konzerns, zu dem in Deutschland unter anderem die „Bild“ und die „Welt“ gehören, auch Einfluss auf den US-amerikanischen Journalismus. 2021 übernahm der Verlag die bekannte Tageszeitung „Politico“.

In dem Bericht nimmt die „Washington Post“ die Pläne des deutschen Medienmanagers für den US-amerikanischen Journalismus unter die Lupe. „Wir wollen der führende digitale Verlag in den Demokratien der Welt sein“, habe er in einem Interview mit der Zeitung in Berlin erklärt. Döpfner sei „besorgt darüber, dass die amerikanische Presse zu polarisiert ist“. Bekannte Zeitungen wie die „New York Times“ oder die…