Krieg in der Ukraine
Hacker lockten russische Soldaten mit sexy Fake-Profilen in die Falle

Junge russische Soldaten

© Vyacheslav Prokofyev / Action Press

06.09.2022, 10:22
2 Min. Lesezeit

Ukrainische Hacker gaben sich in sozialen Netzwerken als junge Frauen aus und entlockten russischen Soldaten so wichtige Informationen.

Als die russische Armee begann, in die Ukraine einzufallen, mussten sich die Ukrainer nicht nur mit aller Kraft zur Wehr setzen – angesichts der Übermacht der Angreifer mussten sie auch besonders clever und zielgerichtet vorgehen, um eine realistische Chance zu haben. Dabei halfen der Ukraine unter anderem auch freiwillige Hacker. Einer von ihnen sprach mit der „Financial Times“ über einen Trick, der zu Beginn des Kriegs besonders effektiv war.

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Der Mann, ein 30-jähriger IT-Experte namens Nikita Knysh, ist Teil eines Hackerkollektivs, dass sich extra zur Unterstützung der Ukraine zusammenfand und sich den flapsigen Namen „Hackyourmom“ (etwa: „Hacke deine Mutter“) verpasste. Mit seinen Kolleg:innen begann Knysh, Fake-Profile junger russischer Frauen zu erstellen, unter anderem bei Telegram. Mit diesen nahmen die Hacker Kontakt zu russischen Soldaten auf, schrieben über längere Zeit mit ihnen und baten schließlich um ein Foto. Immer wieder funktionierte dies tatsächlich: Die Männer schickten stolz Fotos von sich in Uniform, vor ihren Unterkünften.

Fake-Profile lockten Soldaten in die Falle der Ukrainer

Was sie dabei nicht wussten: Die Hackergruppe konnte mit nur wenig Mühe aus den Fotos den genauen Ort analysieren, an dem das Bild gemacht wurde. Somit war der Standort der russischen Soldaten und…