Russische Invasion
Krieg gegen die Ukraine: So ist die Lage am Morgen

Außenansicht der durch die Kämpfe im Kernkraftwerk Saporischschja zerstörten Fenster. Foto

© Iaea Mission/Iaea Imagebank/Planet Pix via ZUMA Press Wire/dpa

Europas größtes Atomkraftwerk in Saporischschja muss nach Beschuss erneut komplett abgeschaltet werden – Grund ist ein Brand der Hochspannungsleitung. Die News im Überblick.

Nach der erneuten Notabschaltung des von russischen Kräften besetzten Kernkraftwerks Saporischschja in der Ukraine bleibt die Lage dort äußerst gespannt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hielt Moskau vor, das größte AKW Europas sei wegen russischer Provokationen zum zweiten Mal „nur einen Schritt von einer nuklearen Katastrophe entfernt“ gewesen. Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA will heute Bericht erstatten, was ihre Erkundungsmission nach Saporischschja erbracht hat.

Für die Ukraine ist heute der 195. Tag des Abwehrkampfes gegen die russische Invasion. Einer der energischsten Unterstützer der Ukraine, der britische Premierminister Boris Johnson, wird sein Amt an Liz Truss übergeben – die neue Chefin der Konservativen Partei.

Unsichere Lage am Kernkraftwerk Saporischschja

Der ukrainische Kraftwerksbetreiber Enerhoatom trat am Montagabend Befürchtungen entgegen, die Kontrolle über die Strahlung im AKW Saporischschja sei verlorengegangen. Es seien nur wegen eines Internetausfalls früher am Tag kurze Zeit keine Messdaten zur Strahlung an die zuständige Behörde übermittelt worden.

In dem seit Wochen durch Kämpfe gefährdeten Kernkraftwerk war wegen des Brandes einer Hochspannungsleitung am Montag der sechste und letzte Reaktor heruntergefahren worden. Die Verbindung zum Stromnetz der Ukraine ging zum zweiten Mal nach dem 25. August verloren. Die IAEA teilte…