Liz Truss
Johnson nimmt Abschied – Viel Arbeit für Nachfolgerin Truss

Der scheidende britische Premierminister Boris Johnson (r) wird durch Tom White (M), den Hofmarschall der Königin, sowie Privatsekretär Edward Young auf Schloss Balmoral begrüßt. Foto

© Andrew Milligan/PA Wire/dpa

Boris Johnson muss Downing Street räumen – aber das tut er nicht, ohne mit seiner letzten Rede an die Nation noch ein Zeichen zu setzen. Die neue Regierungschefin Liz Truss hat derweil größere Sorgen.

Der Vorhang für Boris Johnson fällt. Vor seinem Rücktrittsgesuch bei der Queen hat der als glänzender Unterhalter bekannte konservative Politiker mit einer Rede in der Downing Street jedoch noch einmal die große Bühne betreten.

Er wird heute von der neuen Vorsitzenden der Konservativen Partei, Liz Truss, an der Regierungsspitze abgelöst. Beide reisen dazu nach Schottland zu Queen Elizabeth II.

Mit der Rede nahm Johnson am Morgen vor seiner Abreise Abschied von der Nation. Truss sagte er dabei „nichts als energische Unterstützung“ zu. Hunderte Mitarbeiter, Abgeordnete, Fotografen und Reporter hatten sich dafür in der abgesperrten Straße versammelt.

Die bisherige Außenministerin Truss war am Vortag nach einem wochenlangen parteiinternen Auswahlprozess nur mit relativ knapper Mehrheit zur Parteichefin gekürt worden. Sie konnte sich bei der Abstimmung unter den Tory-Mitgliedern zwar gegen Ex-Finanzminister Rishi Sunak durchsetzen, allerdings deutlich knapper als gedacht.

Plant Johnson ein Comeback?

Spekulationen über ein mögliches Comeback tat Johnson gewohnt humorvoll ab – jedoch nicht ohne Zweifel daran zu lassen, wie ernst er es damit meint. „Lassen Sie mich sagen, dass ich nun wie eine dieser Trägerraketen bin, die ihre Funktion erfüllt hat und sanft wieder in die Atmosphäre…