Das Wichtigste in Kürze Gas-Transport durch „Nord Stream 1“ bleibt unterbrochen Notabschaltung aller Reaktoren im AKW Saporischschja Großbritannien: Ukrainer machen bei Gegenoffensive „echte Gewinne“ Ukraine ruft Krim-Bewohner zur Einrichtung von Schutzräumen auf EU unterstützt Ukraine mit weiteren 500 Millionen Euro Referendumspläne für besetzte Region Cherson gestoppt

 

Durch die Gas-Pipeline „Nord Stream 1“ wird auch weiterhin kein russisches Gas nach Deutschland kommen. Der staatliche  Energiekonzern Gazprom bekräftigte am Montagabend, die Verdichterstation Portowaja sei zu einem gefährlichen Ort geworden. Die Anlage könne nicht mehr sicher betrieben werden. Gazprom habe eine Warnung der russischen Behörden bezüglich eines Öl-Leks an der Station erhalten und das Unternehmen Siemens Energy habe erklärt, das Leck könne nur durch ein besonderes Reparatur-Unternehmen abgedichtet werden.

Gazprom hatte bereits am Freitagabend erklärt, die eigentlich für Samstag nach einer Wartung geplante Wiederaufnahme der Gas-Lieferungen durch die Pipeline könne es wegen des Lecks nicht geben. Die deutsche Siemens Energy, die Turbinen an Gazprom geliefert hat, hatte dazu erklärt, als Hersteller der Turbinen könne man lediglich feststellen, „dass ein derartiger Befund keinen technischen Grund für eine Einstellung des Betriebs darstellt.“ Leckagen beeinträchtigten im Normalfall den Betrieb einer Turbine nicht.
Zudem wies Siemens Energy daraufhin, dass in der Verdichterstation Portowaja genügend weitere Turbinen für einen Betrieb von Nord Stream 1 zur Verfügung stünden.

Notabschaltung aller Reaktoren im AKW Saporischschja

Im von Russland besetzten Atomkraftwerk Saporischschja im Süden der Ukraine sind infolge von Beschuss erneut alle Reaktoren heruntergefahren worden. Eine Hochspannungsleitung sei wegen eines Brandes abgeschaltet worden, teilte der ukrainische Kraftwerksbetreiber Enerhoatom auf seinem Telegram-Kanal mit. Dies habe zur Notabschaltung des letzten noch…