Das Wichtigste in Kürze: Ukrainischer Regierungschef bietet Deutschland Atomstrom an Denys Schmyhal trifft Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier AKW Saporischschja über Reserveleitung im Notbetrieb Selenskyj spricht vom „Energiekrieg“ Merz befürchtet „Blackout“ im Winter

 

Die Ukraine will Deutschland mit der Lieferung von Atomstrom auf dem Weg aus der Abhängigkeit von russischen Energielieferungen unterstützen. „Derzeit exportiert die Ukraine ihren Strom nach Moldau, Rumänien, in die Slowakei und nach Polen. Aber wir sind durchaus bereit, unsere Exporte auf Deutschland zu erweitern“, sagte der ukrainische Ministerpräsident Denys Schmyhal der Deutschen Presse-Agentur. „Wir haben eine ausreichende Menge an Strom in der Ukraine dank unserer Kernkraftwerke.“ 

Schmyhal wurde von Bundeskanzler Olaf Scholz mit militärischen Ehren vor dem Kanzleramt empfangen und traf Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue. Er ist der höchstrangige ukrainische Besucher in Deutschland seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine vor gut einem halben Jahr.

Scholz: Hilfe für Ukraine wird nicht nachlassen

Eine gemeinsame Pressekonferenz von Scholz und Schmyhal wurde schon am Samstag mit dem Hinweis auf Terminschwierigkeiten von deutscher Seite abgesagt. Nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Hebestreit betonte Scholz in dem Gespräch, dass Deutschland nicht nachlassen werde, die Ukraine militärisch, aber auch politisch, finanziell und humanitär zu unterstützen. 

Der Premierminister der Ukraine Denys Schmyhal traf den deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter-Steinmeier

Zuvor bedankte sich Schmyhal bei einem Treffen mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für die deutsche Hilfe. Er habe sich „für die Solidarität mit den Ukrainern und die Unterstützung bedankt“, schrieb Schmyhal auf dem Kurznachrichtendienst Twitter – und fügte hinzu: „Wir werden gewinnen.“ Gleichzeitig unterstrich Schmyhal bei dem Treffen nach Angaben seines…