Börse in Frankfurt
Deutliche Verluste im Dax – Erdgaskrise spitzt sich zu

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto

© picture alliance / dpa

Die Furcht vor Gasengpässen hat den Dax am Montag spürbar belastet. Deutschland bekommt praktisch kein Erdgas mehr aus Russland. Der russische Staatskonzern Gazprom lässt alle Lieferungen durch die Pipeline Nord Stream 1 bis auf Weiteres ruhen – angeblich wegen technischer Probleme. Europaweit und auch hierzulande verzeichneten vornehmlich stark konjunkturabhängige Branchen wie der Chemie- und der Automobilsektor deutliche Verluste.

Die Furcht vor Gasengpässen hat den Dax am Montag spürbar belastet. Deutschland bekommt praktisch kein Erdgas mehr aus Russland. Der russische Staatskonzern Gazprom lässt alle Lieferungen durch die Pipeline Nord Stream 1 bis auf Weiteres ruhen – angeblich wegen technischer Probleme. Europaweit und auch hierzulande verzeichneten vornehmlich stark konjunkturabhängige Branchen wie der Chemie- und der Automobilsektor deutliche Verluste.

Der deutsche Leitindex Dax büßte 2,35 Prozent auf 12.743,23 Punkte ein. Der MDax der mittelgroßen Werte fiel am Montag um 2,19 Prozent auf 24.610,92 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 2 Prozent.

Die hohen Gaspreise und die zunehmenden Lieferbeschränkungen lasteten vornehmlich auf den Aktien des größten deutschen Gasimporteurs Uniper, die zuletzt als Schlusslicht im MDax um fast elf Prozent absackten. Experten zufolge dürfte der Konzern bald weitere Staatshilfen brauchen. Besonders unter Druck gerieten auch Chemieaktien. Die Branche benötigt viel Gas für die Produktion.

Zudem sorgte für Gesprächsstoff, dass die Ampel-Koalition von Kanzler Olaf Scholz (SPD) Bürgerinnen und Bürger angesichts steigender Preise mit einem dritten Unterstützungspaket in Höhe von mehr als 65 Milliarden Euro entlasten…