Fragen und Antworten
Preissteigerung, Knappheit, Alternativen: Wie es ohne Nord Stream 1 weitergeht

Anlagen für die Speicherung von Gas stehen auf dem Gelände eines Untergrund-Gasspeichers in Sachsen-Anhalt. Trotz des Lieferstopps durch die Pipeline Nord Stream 1 steigen die Füllstände in Deutschland.

© Waltraut Grubitzsch / DPA

04.09.2022, 11:46
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Auch nach dem Lieferstopp durch die Pipeline Nord Stream 1 füllen sich die deutschen Gasspeicher weiter. Bereits Anfang September sind die Speicherstände für Oktober erreicht. Aber was bedeutet ein langfristiger Ausfall der russischen Gaslieferungen?

Erst gab es eine lange Wartungspause – und dann wieder Gas aus Nord Stream 1, allen Befürchtungen zum Trotz. Dann folgten kurze Wartungsarbeiten – doch diesmal fließt danach vorerst kein Gas mehr. Angeblich wegen eines technischen Defekts bleibt der Gasfluss durch die Ostseepipeline vorerst unterbrochen. Trotzdem ist die Gasversorgung in Deutschland weiter gesichert, sagen Behörden und Regierung. Doch was heißt das? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick:

Was ist passiert?

Am Freitagabend teilte der russische Staatskonzern Gazprom überraschend mit, dass der Gasdurchfluss durch Nord Stream 1 bis auf weiteres gestoppt bleibe – und nicht, wie geplant, nach Abschluss der dreitägigen Wartungsarbeiten wieder aufgenommen werde. Grund für den Stopp sei ein Ölaustritt in der Kompressorstation Portowaja, teilte Gazprom mit. Bis dieser gestoppt sei, könne kein Gas mehr fließen.

Stimmt das?

Die Bundesnetzagentur bezweifelt das. „Die von russischer Seite behaupteten Mängel sind nach Einschätzung der Bundesnetzagentur technisch kein Grund für die Einstellung des Betriebs“, schreibt die Behörde in ihrem am Samstag veröffentlichten Lagebericht zur Gasversorgung. Ähnlich äußerte sich auch…