Basketball-EM
Kurioser 50-Minuten-Krimi: Basketballer siegen dank Wagner

Maodo Lo (l-r), Franz Wagner, Dennis Schröder, Johannes Voigtmann und Andreas Obst besprechen sich. Foto

© Federico Gambarini/dpa

Ein herausragender Franz Wagner, ein Protest und 50 Minuten Basketball: Das Duell zwischen Deutschland und Litauen wird bei der EM zu einem denkwürdigen Klassiker.

Der historisch starke EM-Start Deutschlands geriet nach dem 50-minütigen Basketball-Krimi gegen Litauen schnell in den Hintergrund.

Als die 18 017 euphorisierten Fans in der ausverkauften Arena in Köln noch den überragenden NBA-Jungstar Franz Wagner und Co. feierten, liefen im Hintergrund schon die Debatten, ob das 109:107 (96:96, 89:89, 46:41) nach zweimaliger Verlängerung Bestand haben kann. Die Litauer legten Protest gegen die Wertung ein, weil ihnen während der Partie nach einem technischen Foul gegen die deutsche Bank ein Freiwurf verweigert worden war. Eine offizielle Entscheidung des Weltverbandes Fiba stand am späten Sonntagabend noch aus.

Bundestrainer Gordon Herbert räumte ein, dass er erst wenige Sekunden vor Schluss der Partie von dem Fauxpas der Offiziellen mitbekommen habe. Der eine Punkt, den die noch immer sieglosen Litauer mit dem Freiwurf in der regulären Spielzeit hätten machen können, hätte in dem umkämpften Krimi spielentscheidend sein können. Doch statt Party in grün gab es den nächsten Heimsieg vor euphorischem deutschem Publikum. Das Ticket zur Endrunde nach Berlin (ab 10. September) ist bereits gelöst – nach dem 78:74-Sieg der Franzosen über Ungarn waren am Sonntagabend auch letzte mathematische Zweifel beseitigt.

„50 packende Minuten“

Und zur Schlüsselfigur gegen Litauen wurde Wagner, der mit seinen 32 Punkten an den jungen Dirk Nowitzki erinnerte. „Ich bin…