5. Spieltag
„Sehr, sehr emotional“: Richter erlöst Hertha bei Augsburg

Herthas Marco Richter (M) trifft zum 2:0 gegen Augsburgs Torwart Rafal Gikiewicz (l). Foto

© Tom Weller/dpa

Marco Richter war der gefragteste Mann nach dem ersten Saisonsieg der Hertha. An seiner alten Wirkungsstätte trifft der Berliner erstmals seit seiner überstandenen Hodenkrebserkrankung.

Vor dem Spiel wurde Herthas Marco Richter noch von seinen ehemaligen Augsburger Kollegen geherzt, am Ende zerstörte der Offensivspieler ihre Träume vom ersten Heimsieg in dieser Spielzeit endgültig.

Mit einem späten Tor (90.+3) zum 2:0 (0:0) bescherte der 24-Jährige, der seine ersten 97 Bundesliga-Partien für den FCA bestritt, den Berlinern den ersten Saisonerfolg in der Fußball-Bundesliga. Nach der Führung durch Dodi Lukebakio (57.) brachte Richter die gesamte Hertha-Bank endgültig zum Toben. Bei den offensiv schwachen Augsburgern deutet hingegen mal wieder alles auf eine Zittersaison hin.

Plattenhardt: „Wir sind überglücklich“

„Es war sehr, sehr emotional einfach“, sagte Richter, der seinen ersten Treffer nach der überstandenen Hodenkrebserkrankung feierte. „Ich will einfach Fußballspielen und Spaß haben. Klar fehlt körperlich das ein oder andere Prozent. Aber wenn ich jedes Mal Joker bin und dann ein Tor mache, habe ich nix dagegen“, scherzte der gefragteste Interview-Partner. Hertha-Kapitän Marvin Plattenhardt ergänzte beim Streamingdienst DAZN: „Wir sind überglücklich, dass wir die drei Punkte mitnehmen.“

Anders gelagert war die Gefühlslage bei den Augsburgern, deren Leistung von der Anhängerschaft mit einem gellenden Pfeifkonzert quittiert wurde. „Dass wir so niedergemacht werden von den Fans, kenne ich nicht. Das macht auf jeden Fall nicht so viel Spaß gerade“, sagte Florian Niederlechner. Auch Jeffrey…