Verlängerter Lieferstopp
Kein Gas durch Nord Stream 1 – doch die Bundesregierung bleibt gelassen

Sehen Sie im Video: Russland liefert bis auf weiteres kein Gas mehr über Nord Stream 1

STORY: Die russischen Gaslieferungen über die Ostseepipeline Nord Stream 1 werden nach Angaben des Gazprom-Konzerns zunächst nicht wieder aufgenommen. Grund sei, dass bei Wartungsarbeiten ein Öl-Leck entdeckt wurde, teilte das Unternehmen am Freitagabend mit. Eine Gasturbine könne wegen des Schadens nicht sicher betrieben werden. Der Betrieb der Pumpen in der Verdichterstation Portowaja sei unterbrochen worden. Es werde kein Gas mehr zur Pipeline Nord Stream 1 transportiert. Angaben über die Dauer des Stopps machte Gazprom nicht. Zuvor hatte es geheißen, Gazprom wolle den Gastransport über Nord Stream 1 am Samstagmorgen wieder aufnehmen. Russland hatte die Gaslieferungen über die Ostsee-Pipeline im Juni auf 40 Prozent und im Juli auf 20 Prozent der Kapazität verringert und dies mit Wartungsproblemen und Sanktionen begründet. Anschließend hatte Gazprom eine dreitägige Unterbrechung der Lieferung wegen Wartungsarbeiten angekündigt, die am Samstag enden sollte. Westliche Staaten wie Deutschland und Frankreich werfen der Führung in Moskau vor, die Gasversorgung als Kriegswaffe einzusetzen. Das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin teilte in einer ersten schriftlichen Stellungnahme mit, man habe die Unzuverlässigkeit Russlands in den vergangenen Wochen bereits gesehen und sei inzwischen wesentlich besser gerüstet als in den vergangenen Monaten.

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03.09.2022, 11:38
3 Min. Lesezeit

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