Nach Anschlagsversuch
Tausende Anhänger unterstützen Argentiniens Vizepräsidentin

Tausende Anhänger der argentinischen Vizepräsidentin demonstrierten ihre Solidarität. Foto

© Natacha Pisarenko/AP/dpa

Die so populäre wie umstrittene Vizepräsidentin entgeht knapp einem Attentat. Die Hintergründe sind noch unklar, doch die verfeindeten Lager haben schon Schuldige ausgemacht.

Nach dem gescheiterten Anschlag auf die argentinische Vizepräsidentin Cristina Kirchner macht die Regierung die konservative Opposition und die Medien für den Angriff mitverantwortlich.

„Es ist weder ein einsamer Verrückter noch ein Einzelfall: Es sind drei Tonnen von Leitartikeln in Zeitungen, Fernsehen und Radio, die den gewalttätigen Reden den Weg bereiten“, schrieb Innenminister Eduardo de Pedro auf Twitter. „Sie haben ein Klima des Hasses und der Rache gesät und heute wurde uns das Ergebnis präsentiert – das versuchte Attentat auf Cristina Kirchner.“

Unterstützung der Anhänger

Der gescheiterte Mordanschlag auf die genauso populäre wie umstrittene Politikerin rückt die tiefe Spaltung Argentiniens schmerzhaft in den Fokus. Die sogenannte „grieta“ (Riss) zwischen Rechts und Links zieht sich durch die ganze Gesellschaft. Als starke Frau des linken Lagers wird Kirchner von ihren Anhängern fast religiös verehrt, von ihren Gegnern hingegen leidenschaftlich gehasst.

Tausende Menschen gingen am Freitag in Buenos Aires aus Solidarität mit Kirchner auf die Straße. „Angesichts des Mordversuchs gegen die wichtigste Politikerin des Landes, kann niemand, der die Republik verteidigt, schweigen oder seine ideologischen Differenzen über die einmütige Ablehnung stellen“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung, die die Präsidentin des Schauspielerverbands, Alejandra Darín, auf der Plaza de Mayo vor dem…