Energiepreise
Merz fordert Preisdeckel bei Energie-Großhandelspreisen

Fordert einen Preisdeckel: CDU-Chef Friedrich Merz. Foto

© Lino Mirgeler/dpa

Die Ampel-Koalition will heute über weitere Maßnahmen angesichts steigender Preise beraten. Friedrich Merz fordert einen Preisdeckel. Auch der Städtetag hat konkrete Vorstellungen.

CDU-Chef Friedrich Merz hat angesichts der drastisch gestiegenen Energiepreise einen Preisdeckel gefordert.

„Und zwar nicht bei den privaten Haushalten zuhause, sondern bei den Großhandelspreisen, das wir sagen: Für Strom, für Öl, für Kohle, insbesondere für Gas aus Russland, gibt es jetzt einen Preisdeckel, und mehr wird im Großhandel nicht mehr bezahlt“, sagte Merz beim Wahlkampfauftakt der niedersächsischen CDU in Osnabrück.

Die Erwartung sei, dass dadurch niedrigere Preise am Markt erzielt würden. Es sei allerdings auch klar, dass die Preise nicht auf das Niveau der Zeit vor dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine zurückkehren würden. Die Zeiten des billigen Gases aus Russland seien vorbei. „Billige Importe aus China, teure Produkte aus Deutschland in alle Welt, und die Amerikaner zahlen für unsere Sicherheit: Diese Arbeitsteilung für Deutschland ist vorbei“, betonte Merz.

Städtetag fordert „große Lösung“

Der Deutsche Städtetag fordert von der Regierungskoalition eine „große Lösung“ für Entlastungen. „Die Ampel darf sich nicht im Klein-Klein verzetteln“, sagte Präsident Markus Lewe (CDU) der dpa mit Blick auf den heutigen Koalitionsausschuss von SPD, Grünen und FDP.

„Viele Menschen treibt die Sorge um, ihre Energierechnungen und die steigenden Preise nicht mehr bezahlen zu können. Auch Vereine und Betriebe ächzen unter den steigenden Kosten.“

Vertreter der Ampel-Koalition kommen an diesem Samstag in…