Das Bemühen des Weltkirchenrats, bei einem Kongress in Karlsruhe Vertreter aus Russland und der Ukraine zusammenzuführen, bleibt zunächst erfolglos. „Wir haben keine Kontakte mit ihnen“, sagt Erzbischof Jewstratij (Sorja) von Tschernihiw und Nischyn von der Orthodoxen Kirche der Ukraine. Es gebe auch keine Anzeichen, dass die russische Seite einen Dialog wolle. 

Seine Delegation sei bereit zu einem Gespräch, sofern sie nicht nur Kreml-Propaganda zu hören bekomme. Bis Donnerstag tagt die Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) – eine Gemeinschaft von rund 350 christlichen Kirchen, die weltweit mehr als 580 Millionen Menschen vertreten. Beim Auftakt am Mittwoch hatte ÖRK-Generalsekretär Ioan Sauca gesagt, man wolle eine Plattform sein, damit Delegierte aus Russland und der Ukraine ins Gespräch kommen.