Nach Fischsterben
Keine Entwarnung: Sauerstoffgehalt in der Elbe weiterhin niedrig

Auch wenn die Sauerstoffwerte in der Elbe etwas gestiegen sind, Entwarnung gibt es aus Hamburg noch nicht

© Daniel Reinhardt / DPA

02.09.2022, 10:04
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Das massive Fischsterben in der Oder hat selbst Experten verstört. Doch auch in der Elbe ist der Sauerstoffgehalt des Wassers seit Wochen extrem niedrig. Droht hier das nächste Desaster?

Seit Wochen gibt es Probleme mit dem Sauerstoff in der Elbe in Hamburg – und die Lage bleibt mancherorts angespannt. Die Situation sei nicht befriedigend, aber zumindest seien die bedrohlichen Werte einer Sauerstoff-Konzentration von unter 4 Milligramm pro Liter nur noch an wenigen Stellen vorhanden, sagte Karl-Heinz Meyer, Geschäftsleitung des Anglerverbands Hamburg, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Elbe: Niedriger Sauerstoffgehalt löste Fischsterben im Juni aus

Die geringen Sauerstoffwerte im Juni hatten ein Massensterben bei den Fischen in der Elbe ausgelöst. Dieses Problem gebe es zurzeit nicht mehr, betonte Meyer. „Die Angler sind wieder da und fangen auch vernünftig.“

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Das Sauerstofftal habe sich auf den Hafenbereich zurückgezogen, berichtete ein Sprecher der Umweltbehörde. „Insgesamt scheint sich die Lage im Hamburger Bereich zu entspannen.“ Das sieht der Naturschutzbund Deutschland in der Hansestadt anders. Vorbei sei zwar die Extremsituation vom Juni, sagte der Nabu-Referent für Gewässerschutz, Eike Schilling. „Aber die Situation ist weit weg von gut.“ Es herrsche an vielen Stellen nach wie vor „Dauerstress für die Tiere“. Meyer vom Anglerverband betonte, es könne schnell wieder zu einer Verschlechterung kommen, wenn es ein paar Tage…