Vermutlich um 1386 als Sohn eines Wollhändlers in Florenz geboren, begann Donato di Niccolò di Betto Bardi seine Karriere im Alter von 17 Jahren als Gehilfe eines Goldschmieds. Besser bekannt unter seinem Künstlernamen Donatello (die Verkleinerungsform von Donato), gilt er heute als einer der Gründerväter der italienischen Renaissance.

Der florentinische Bildhauer revolutionierte die Kunst seiner Zeit, indem er verschiedene Materialien für seine Werke verwendete. In seiner Karriere, die sich von 1403 bis 1466 erstreckte, arbeitete er nicht nur mit Marmor und Bronze, sondern auch mit Terrakotta und Stuck – Materialien, die seit der Antike kaum noch verwendet wurden, sich aber später in der Renaissance wieder großer Beliebtheit erfreuten. Außerdem war er es, der neue Themen und Sujets einbrachte und die Linearperspektive im Relief einsetzte, was ihnen eine bis dahin ungekannte Tiefe verlieh.

Donatellos Oeuvre prägte auch das von späteren Renaissance-Künstlern – etwa von Michelangelo

Seine Hände verwandelten die verschiedenen Materialien in einige der unglaublichsten Meisterwerke, die nicht nur von Donatellos außerordentlicher Produktivität und Fantasie zeugen, sondern auch zu den Eckpfeilern der italienischen Renaissancekunst gehören. Skulpturen, die er erschuf, wirken, als wären sie lebendig.

Donatellos „David“ – aus Marmor und aus Bronze

Beliebt bei den Meistern der Renaissance war die biblische Figur des David, der den Riesen Goliath erschlagen hatte. Donatello widmete sich diesem Helden sogar gleich zwei Mal. Sein erster „David“ aus Marmor ist Teil der Berliner Ausstellung und hat Italien dafür zum ersten Mal verlassen. Eigentlich gehört dieser „David“ dem Museo Nazionale del Bargello.

Donatellos erster „David“ (1408-09 und 1416)

Donatellos zweiter „David“ ist aus Bronze und ging als erster freistehender männlicher Bronzeakt der Renaissance in die Geschichte ein. Das Werk war auch deshalb einzigartig, weil es nicht als Teil eines…