Affäre um Geheimdokumente
„Ziemlich erdrückender Beweis“: Trumps beschlagnahmte Pässe könnten für ihn zum Problem werden

Im Visier der Justiz: Donald Trump hortete nach dem Ende seiner Amtszeit Geheimunterlagen in seiner Villa

© Julia Nikhinson / AP / DPA

02.09.2022, 20:00
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Bei der Razzia in Donald Trumps Luxusressort Mar-a-Lago konfiszierte das FBI neben zahlreichen Geheimdokumenten auch drei Pässe des Ex-Präsidenten. Ihr Aufbewahrungsort bringt Trump in Erklärungsnot.

Als die US-Bundespolizei am 8. August das Anwesen von Donald Trump in Florida durchsuchte, stellten die Agenten nicht nur kistenweise Geheimunterlagen sicher, sie nahmen auch mehrere Reisepässe des ehemaligen US-Präsidenten mit. „Wow! Bei der Razzia des FBI in Mar-a-Lago haben sie meine drei Pässe (einer davon abgelaufen) zusammen mit allem anderen gestohlen“, wetterte der Republikaner anschließend auf der von ihm mitgegründeten Online-Plattform Truth Social.

Mittlerweile hat Trump seine Ausweispapiere längst wieder. Nachdem ein internes Filterteam des Justizministeriums das in Palm Beach beschlagnahmte Material gesichtet hatte, gab es gemäß den rechtlichen Vorschriften für Durchsuchungs- und Beschlagnahmeverfahren Gegenstände zurück, die nicht für Strafverfolgungszwecke aufbewahrt werden müssen — darunter auch die Pässe.

Pässe von Donald Trump lagen neben Geheimdokumenten

Doch auch wenn Trump nun selbst wieder über seine „gestohlenen“ Pässe verfügt, könnten diese dem 76-Jährigen noch gefährlich werden. In einem am Dienstag eingereichten Gerichtsdokument, in dem das Justizministerium detaillierte Gründe für die Razzia in Mar-a-Lago nennt, heißt es, dass „die Regierung den Inhalt einer Schreibtischschublade beschlagnahmt hat, in der sich geheime Dokumente und Regierungsunterlagen befanden, die mit anderen…