Kreml-Mitteilung
Putin bleibt Trauerfeier für Michail Gorbatschow fern

Der verstorbene Michail Gorbatschow (li.) und Russlands Präsident Wladimir Putin im Jahr 2004. Putin wird nicht an der Trauerfeier für den letzten Sowjet-Staatschef teilnehmen.

© Alexander Nemenow / AFP

01.09.2022, 14:05
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Es war fast zu erwarten: Russlands Präsident Wladimir Putin wird der Trauerfeier für Michail Gorbatschow fernbleiben. Der am Dienstag verstorbene frühere Staatschef der Sowjetunion genießt in Russland kaum Wertschätzung.

Er war der letzte Staatschef der Sowjetunion, doch die aktuelle Führung im Kreml sieht offensichtlich wenig Anlass, die Verdienste des verstorbenen Michail Gorbatschow zu würdigen. Russlands Präsident Wladimir Putin wird der Trauerfeier am kommenden Samstag jedenfalls fernbleiben.

„Wir wissen dass die Hauptzeremonie sowie die Bestattung am 3. September stattfinden – aber der Zeitplan des Präsidenten erlaubt es ihm nicht, anwesend zu sein“, ließ Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Donnerstag verlauten. Putin sei bereits ins Moskauer Krankenhaus gegangen, in dem Gorbatschow starb, und habe dort Blumen am Sarg niedergelegt. Mit anderen Worten: Putin hat keine Zeit oder will sie sich nicht nehmen.

Trauerfeier für Michail Gorbatschow: „Elemente“ eines Staatsbegräbnisses

Peskow betonte aber, die Zeremonie im Moskauer Säulensaal werde „Elemente“ eines Staatsbegräbnisses haben. Dazu zähle eine Ehrengarde. Außerdem helfe die Regierung dabei, Begräbnis und Trauerfeier zu organisieren. Nach der Trauerfeier soll Gorbatschow auf dem Neujungfrauenfriedhof für Prominente beerdigt werden – neben seiner 1999 verstorbenen Frau Raissa. Angesichts des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und der größtenteils gekappten Flugverbindungen gilt es als unklar, ob internationale Gäste zu dem Begräbnis…