Das Wichtigste in Kürze:

Schwere Gefechte am Atomkraftwerk Saporischschja Ungarn sichert sich zusätzliche Gaslieferungen aus Russland  Pentagon meldet „Vorwärtsbewegung“ ukrainischer Truppen  Steinmeier kritisiert russisch-orthodoxe Kirchenführung

 

Kurz vor dem geplanten Eintreffen der Experten der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) im ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja sind in der nahegelegenen Kleinstadt Enerhodar wieder Kämpfe ausgebrochen. Ukrainer und Russen gaben sich gegenseitig die Schuld dafür. „Seit fünf Uhr morgens ist Beschuss aus Granatwerfern zu hören“, schrieb der geflohene ukrainische Bürgermeister von Enerhodar, Dmytro Orlow, im Onlinedienst Telegram. Mehrere zivile Objekte seien getroffen worden, es gebe Tote. 

Auch die abgestimmte Route, die die Expertenkommission von Saporischschja in das 120 Kilometer entfernte AKW nehmen soll, sei unter Beschuss, erklärte der Gouverneur des Gebiets, Olexandr Staruch, auf Twitter. Das Team könne aufgrund von Sicherheitsbedenken derzeit nicht weiterfahren.

Eigentlich sollten die 14 IAEA-Fachleute an diesem Donnerstag Zugang zu dem von der russischen Armee besetzten Atomkraftwerk erhalten, wie ihr Chef Rafael Grossi mitteilte. Vor der Abfahrt aus Saporischschja bekräftigte Grossi vor Journalisten, es werde an der Mission festgehalten. Sie sei extrem wichtig. Die Experten waren am Mittwoch in der Großstadt Saporischschja, Hauptstadt des gleichnamigen Gebiets im Südosten der Ukraine, eingetroffen.

IAEA-Direktor Rafael Grossi spricht vor der Abreise aus dem Hotel in der Stadt Saporischschja mit Reportern

 

AKW-Reaktor nach Mörserbeschuss abgeschaltet

Einer von zwei noch betriebenen Reaktoren im AKW Sporischschja ist nach Angaben des ukrainischen Betreibers Energoatom nach russischem Beschuss heruntergefahren worden. Das Notsystem sei nach Mörser-Beschuss aktiviert und Reaktor Nummer 5 abgeschaltet worden. Reaktor Nummer 6 produziere weiter Strom, den die AKW-Anlage für…