von Tina Kaiser und Helmut Broeg sowie von Paul Flückiger

01.09.2022, 10:10
11 Min. Lesezeit

Wie konnte es zum massenhaften Fischesterben in der Oder kommen? Eines ist zumindest klar: Der Mensch hat den Fluss ruiniert. Eine Spurensuche vor Ort.

Hier hat es angefangen, erzählt Wojciech Czapla. Im März trieb der Tod in seine Stadt. Die Oberfläche des Gleiwitzer Kanals war übersät mit Fischkadavern, ein Leichenteppich bedeckte rot verfärbtes Wasser: Abertausende Barsche, Brachsen, Hechte, Zander, Karpfen und Karauschen, die Augen leer, die Bäuche aufgedunsen. Der Gestank, sagt Czapla, dieser Gestank sei das Fürchterlichste gewesen, was er je gerochen habe.

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