Initiative Profisport
Energieeinsparverordnung sorgt für Verwirrung im Sport

LED-Banden in Hallen und Stadien würden nach Ansicht der Initiative Profisport Deutschland nicht von der Energieeinsparverordnung betroffen sein. Foto

© Lino Mirgeler/dpa

Der Bund hat zur Energieeinsparung unter anderem ein Verbot von Lichtwerbung erlassen, das von 22.00 Uhr bis 16.00 Uhr des Folgetages gilt. Der Profisport glaubt, davon nicht betroffen zu sein.

Die Energieeinsparverordnung der Bundesregierung hat im deutschen Profisport für reichlich Verwirrung gesorgt.

Nachdem aus der Handball-Bundesliga ernste Befürchtungen geäußert wurden, wegen der Verordnung möglicherweise erhebliche finanzielle Einbußen durch eingeschränkte Werbemöglichkeiten zu erleiden, gab es dann eine vorsichtige Entwarnung durch die Initiative Profisport Deutschland. „LED-Banden in Veranstaltungsstätten wie Hallen und Stadien sind nicht von der Nutzungseinschränkung für beleuchtete Werbeanlagen erfasst“, hieß es in einer Mitteilung der Initiative.

Eine Bestätigung aus der Politik gab es dafür zunächst aber nicht. Vielmehr teilte das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz auf dpa-Anfrage mit: „Wir stehen zu diesem Punkt mit dem Sportministerium (BMI) in Kontakt und führen derzeit Gespräche dazu.“

Energieeinsparverordnung ist in Kraft

Unter Paragraf 11 der am 1. September in Kraft getretenen Verordnung heißt es konkret: „Der Betrieb beleuchteter oder lichtemittierender Werbeanlagen ist von 22.00 Uhr bis 16.00 Uhr des Folgetages untersagt.“ Es gibt eine Ausnahme, die jedoch nicht auf den Sport zutrifft: „Dies gilt nicht, wenn die Beleuchtung zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit oder zur Abwehr anderer Gefahren erforderlich ist und nicht kurzfristig durch andere Maßnahmen ersetzt werden kann.“