Entlastungen
Studie rät zu Heizkostenzuschuss statt Gaspreisdeckel

Wie können Bürgerinnen und Bürger von den hohen Energiepreisen entlastet werden? Foto

© Hauke-Christian Dittrich/dpa

Die Ampel-Koalition ringt weiter um das dritte Entlastungspaket. Eine Studie macht unterdessen Vorschläge, wie Maßnahmen aussehen könnten, die nicht nur den Bürgerinnen und Bürgern nutzen würden.

Noch immer gibt es keine Klarheit über das dritte Maßnahmenbündel der Bundesregierung zur Entlastung der Bürgerinnen und Bürger von den hohen Energiepreisen.

Eine wissenschaftliche Studie empfiehlt nun, wie sich die hohen Kosten abfedern lassen, ohne die Umwelt zu belasten: Geeignet ist demnach ein Heizkostenzuschuss für Wohngeldempfänger sowie ein 29-Euro-Ticket für den öffentlichen Nahverkehr. Von einem Gaspreisdeckel für den Grundbedarf rät die Untersuchung von DIW Econ im Auftrag der 140 Mitglieder umfassenden Klima-Allianz dagegen ab. Dieser liefere keinen Anreiz zum Energiesparen. Steigende Gaspreise könnten zudem die staatlichen Kosten für diese Maßnahme exponentiell in die Höhe treiben.

Die Studie, die heute in einer Online-Pressekonferenz vorgestellt werden soll, lag der Deutschen Presse-Agentur vor. DIW Econ, ein Tochterunternehmen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), hatte darin mit Blick auf das angekündigte Entlastungspaket der Bundesregierung mehrere mögliche Maßnahmen auf ihre sozialen und ökologischen Auswirkungen hin untersucht.

Wegen der stark gestiegenen Preise für Energie und viele Verbrauchsgüter hat die Ampel-Koalition bereits mehrere Entlastungsschritte beschlossen, zum Teil wurden sie bereits umgesetzt. Derzeit arbeitet die Bundesregierung an einem dritten Maßnahmenbündel. Die Spitzen von SPD, FDP und Grünen werden wahrscheinlich am Wochenende versuchen, in einer Sitzung des Koalitionsausschusses…