Basketball-EM
Am Nowitzki-Abend: DBB-Team besiegt Frankreich zum EM-Start

Deutschlands Nick Weiler-Babb (M) verteidigt gegen den Franzosen Amath M’Baye (l). Foto

© Marius Becker/dpa

Erst bekommt Deutschlands größter Basketballer eine bisher einmalige Ehrung, dann zeigen Dirk Nowitzkis Nachfolger eine starke Leistung gegen Frankreich. Der siegreiche EM-Start macht Hoffnung.

Große Ehre für Superstar Dirk Nowitzki, großer Sport von seinen Nachfolgern um Anführer Dennis Schröder: Die deutschen Basketballer sind optimal in die Heim-Europameisterschaft gestartet und haben den Olympia-Zweiten Frankreich direkt mit 76:63 (38:31) besiegt.

Vor knapp 18.000 begeisterten Zuschauern in Köln zeigte das Team von Bundestrainer Gordon Herbert eine starke Leistung und weckte nur vier Tage nach dem klaren Erfolg über Titelverteidiger Slowenien in der WM-Qualifikation Hoffnungen auf die erste Medaille seit 2005. Johannes Thiemann war mit 14 Punkten bester Werfer des deutschen Teams, das mit dem Erfolg einen ersten Schritt in Richtung Achtelfinale machte.

Ehrung für den „lieben Herrn Nowitzki“

Doch zunächst mussten Schröder und Co. warten, allerdings aus gutem Grund: Der Deutsche Basketball Bund nutzte den EM-Start, um Nowitzkis Trikot mit der Nummer 14 unters Hallendach zu ziehen. Bei der emotionalen – und bisher im deutschen Basketball einmaligen – Ehrung waren nicht nur seine Familie und alte Dallas-Weggefährten wie Jason Kidd, Michael Finley und Club-Boss Mark Cuban dabei, sondern auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

„Ein Star kann man im Sport schnell werden. Um in den Augen der Fans dauerhaft ein Held zu sein, muss auch Herz und Charakter dazukommen“, sagte Steinmeier, der den Jubilar mehrere Male mit „Lieber Dirk Nowitzki“ ansprach. Der 44 Jahre alte Würzburger selbst hielt seine…