Das Wichtigste in Kürze

– Ukraine will Milliarden-Darlehen vom Internationalen Währungsfonds

– Ratingagenturen stufen Kreditwürdigkeit der Ukraine herunter

– Selenskyj bekräftigt Forderung nach Reisebann für Russen

 

Die Ukrainewirbt weiter um Hilfen des Internationalen Währungsfonds (IWF). Ein Darlehen von fünf Milliarden Dollar könne dem Land helfen, das Vertrauen anderer Geldgeber zu stützen, sagte der Chef-Wirtschaftsberater von Präsident Wolodymyr Selenskyj, Oleh Ustenko, der Nachrichtenagentur Reuters. Entsprechende IWF-Hilfen für rund 18 Monate könnten als Grundlage für ein weitergehendes Unterstützungspaket von 15 bis 20 Milliarden Dollar dienen.

Kaum noch kreditwürdig

Die Ratingagenturen S&P und Fitch haben die Kreditwürdigkeit der Ukraine auf „selektiven Zahlungsausfall“ herabgestuft – und somit eine Stufe über einem vollständigen Zahlungsausfall. S&P begründete den Schritt am Freitag mit einem Aufschub für Zahlungen auf seine Auslandsschulden, den die Ukraine am Mittwoch erhalten hatte.

Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat – wie andere auch – die Kreditwürdigkeit der Ukraine weiter herabgestuft

Kiew hatte von seinen internationalen Gläubigern ein zweijähriges Moratorium für seine Auslandsschulden erhalten, die auf 20 Milliarden US-Dollar geschätzt werden. Eine Gruppe westlicher Gläubigerstaaten, darunter Frankreich, die USA, Deutschland, Japan und Großbritannien, hatten am 20. Juli nach einem Antrag Kiews einer Stundung der Zinszahlungen auf ukrainische Schulden zugestimmt und andere Gläubiger dazu aufgefordert, ebenso zu verfahren.

Die Wirtschaftsleistung der Ukraine war seit Beginn des russischen Angriffskriegs am 24. Februar massiv eingebrochen. Nach den jüngsten Schätzungen der Weltbank vom Juni dürfte die Wirtschaftsleistung der Ukraine in diesem Jahr um 45 Prozent zurückgehen.

Raketenangriff auf Saporischschja

Die südukrainische Großstadt Saporischschja ist nach örtlichen Angaben von fünf russischen Raketen…