Steuern
Milliarden-Quelle Dienstwagen: Chance fürs 9-Euro-Ticket?  

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) steigt in Berlin aus seinen Dienstwagen. Besonders teure und PS-starke Luxusfahrzeuge stoßen oft ein Vielfaches der von der EU gesetzten CO2-Grenzwerte aus. Foto

© Wolfgang Kumm/dpa

In der Debatte um Nachfolgelösungen für das 9-Euro-Ticket ist vor allem strittig, wer zahlt. Dabei rückt eine Reform der Dienstwagenbesteuerung in den Blick, die viele schon lange für überfällig halten.

Die Diskussion um eine mögliche Nachfolgelösung für das 9-Euro-Ticket dreht sich vor allem ums Geld. Ein neues Angebot im öffentlichen Nahverkehr dürfte je nach Ausgestaltung mehrere Milliarden Euro kosten. Woher soll das Geld kommen, wenn Bund und Länder keine zusätzlichen Schulden machen sollen? 

SPD-Chef Lars Klingbeil brachte jüngst erneut die Übergewinnsteuer für Unternehmen ins Spiel. Doch zunehmend rücken auch die Regelungen für Dienstwagen in den Blick. Forderungen nach einer Reform dieser Regeln werden wieder lauter.

Kritik entzündet sich dabei schon lange an der sogenannten Dienstwagenpauschale, den Steuerregeln für die private Nutzung von Dienstwagen. Anderen Fachleuten geht es aber auch um die generelle Möglichkeit für Unternehmen, den Kauf von Dienstwagen zu großen Teilen von der Steuer abzusetzen. Zu diesen Kritikern gehört etwa der Lobbyverband Deutsche Umwelthilfe (DUH). „Jedes Jahr erstattet der Staat Steuern in Milliardenhöhe für Dienstwagen, die zu einem ganz überwiegenden Teil besonders klimaschädlich sind“, sagt der DUH-Bundesvorsitzende Jürgen Resch.

PS-starke CO2-Schleudern

Um die Kritik zu untermauern, hat der Verband nun mehr als ein Dutzend besonders teure und PS-starke Luxusfahrzeuge aus den Statistiken des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) herausgesucht….