Russische Invasion
Krieg gegen die Ukraine: So ist die Lage

Die ukrainische Künstlerin Olena Yanko malt in Irpin Sonnenblumen auf Autos, die durch russische Angriffe zerstört wurden. Damit will sie für Ablenkung sorgen und außerdem Geld für humanitäre Hilfe sammeln. Foto

© Evgeniy Maloletka/AP/dpa

Zwischen der EU und Russland fliegt kein Flugzeug. Russen können nur über Land in drei EU-Länder einreisen, und von dort kommt die Forderung nach einem Stopp. Die Entwicklungen im Überblick:

Im Streit über die Reisemöglichkeiten für Russen in der EU hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj seine Forderung nach einem Reisebann bekräftigt. „Es muss gewährleistet sein, dass russische Mörder und Helfer des Staatsterrors nicht Schengen-Visa nutzen“, sagte er am Freitagabend in Kiew.

Mehrere Städte in der Ukraine wurden abends von russischen Raketen getroffen, allein in der Großstadt Saporischschja schlugen nach Behördenangaben fünf Raketen ein. International gilt die Sorge weiter der Lage in dem von russischen Truppen besetzten Atomkraftwerk von Saporischschja in der Stadt Enerhodar. Ein Hoffnungsschimmer am 171. Tag des russischen Angriffskrieges ist die Ausfuhr von Getreide aus ukrainischen Häfen, die am Samstag weitergehen soll.

Russlands Nachbarn fordern Reisebeschränkungen

Die Forderung nach Reisebeschränkungen für Russen kommt vor allem aus den direkten Nachbarländern. Estland und Lettland im Baltikum haben die Einreiseregeln bereits verschärft, auch Finnland erwägt dies. Deutschland und auch die EU-Kommission in Brüssel lehnen einen grundsätzlichen Stopp von Touristenvisa für Russinnen und Russen ab.

„Europa hat Flugreisen von Russland nach Europa verboten. Das bedeutet, dass der einzige Weg, wie Russen nach Europa gelangen können, nur über drei Länder…