Das Wichtigste in Kürze:

IAEA-Chef Grossi will AKW Saporischschja inspizieren Selenskyj wirft Russland „nukleare Erpressung“ vor Ukrainische Regierungsmitarbeiter sollen nicht mehr über Taktik reden Außenminister Kuleba fordert erneut Reisebann für Russen Geberkonferenz sammelt 1,5 Milliarden Euro für die Ukraine

 

Bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats zur Lage am ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja hat der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, sofortigen Zugang zu der Anlage gefordert. „Dies ist eine schwere Stunde, eine ernste Stunde, und die IAEA muss so schnell wie möglich ihre Mission in Saporischschja vornehmen können“, sagte der per Video zugeschaltete Grossi. Er sei persönlich bereit, eine solche Mission zu leiten.

IAEA-Chef Rafael Grossi war bei der Sicherheitsratssitzung per Video zugeschaltet

IAEA-Experten haben laut dem Behördenchef zwar „vorläufig festgestellt, dass keine unmittelbare Bedrohung der Sicherheit infolge des AKW-Beschusses oder anderer militärischer Aktionen“ bestehe. Dies könne sich jedoch jederzeit ändern. Die Sitzung des UN-Sicherheitsrats war von Russland beantragt worden.

Selenskyj fordert Abzug russischer Truppen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte einen sofortigen Abzug der russischen Truppen aus dem besetzten Kernkraftwerk. In seiner abendlichen Videoansprache warf er Moskau erneut „nukleare Erpressung“ vor. „Niemand sonst“ habe ein Atomkraftwerk „so offensichtlich benutzt, um die ganze Welt zu bedrohen und Bedingungen zu stellen“. Ein Unfall im größten Kernkraftwerk Europas wäre wie ein Atomschlag, nur ohne den Einsatz von Atomwaffen, sagte Selenskyj.

Seit Tagen wird aus der Gegend um das von Russland besetzte AKW im Süden der Ukraine heftiger Beschuss gemeldet. Moskau und Kiew machen sich gegenseitig für die Angriffe verantwortlich.

Regierungsmitarbeiter sollen schweigen

Zudem rief Selenskyi in der Ansprache seine Regierungsmitarbeiter…