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„heute wichtig“
„New Work“: Ist die junge Generation zu verwöhnt oder sind es die Unternehmen?

© Lydia Gorges

12.08.2022, 06:29
2 Min. Lesezeit

„Die Corona-Pandemie war ein Katalysator für ‘New Work’“, sagt Lara Körber, Mitbegründerin eines Start-ups für Bildungsurlaube. Wer konnte, arbeitete im Home Office und organisierte sein Leben neu. Nun mit dem Fokus: Wie will ich leben?

Die Corona-Pandemie hat Unternehmen und Arbeitnehmer:innen dazu gezwungen, ihre Arbeitskultur zu überdenken, Beruf und Alltag neu zu strukturieren. Nicht alle konnten von heute auf morgen ins Homeoffice. Doch wenn es möglich war, haben viele ihr Arbeitsleben, häufig auch ihr Familienleben anders geregelt. Mit anderen Arbeitszeiten, Teilzeit-Modellen, und Ähnlichem. „New Work“, die neue Arbeitswelt, ist im Kommen. Trotzdem tun wir uns in Deutschland häufig schwer damit, Leistung und Wohlbefinden miteinander in Einklang zu bringen. 

„New Work“: Ein neues Verständnis von Arbeit 

Für Lara Körber, CEO und Mitbegründerin des Start-ups Bildungsurlauber.de, bedeutet „New Work“ ein neues Verständnis von Arbeit. In den vergangenen Jahren sei der Begriff „Purpose“ mehr ins Zentrum gerückt, berichtet sie in der 338. Folge „heute wichtig“. Also der Zweck oder die Bestimmung des eigenen Jobs. Dabei geht es ihrer Ansicht nach nicht nur darum, Sinnhaftigkeit in der eigenen Arbeit zu finden, sondern auch darum, „sinnvoll zu arbeiten“. Treiber für diesen Richtungswechsel sind die junge Generation Z oder Millennials, die mit höheren Anforderungen an Unternehmen herantreten, was den Ausgleich von Berufs- und Privatleben angeht. Für Lara Körber stehen diese Anforderungen nicht gleichzeitig für eine schlechtere Arbeitsmoral, sondern für Motivation und eine positive Verbindung zur Arbeit: „Ich finde nicht, dass die junge Generation verwöhnt ist. Es ist eher so,…