Sehen Sie im Video: Wie klingt ein Stachelrochen? Forscher entdecken, dass die „leisen“ Meerestiere Klickgeräusche machen.

Schweigsame Meeresbewohner? Von wegen!

Stachelrochen können gut hörbare Klick-Laute von sich geben.

Wissenschaftler der „Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften“ haben herausgefunden, dass zwei Unterarten der Knorpelfische die unerwarteten Geräusche hervorbringen.

„Dass wir gerade erst erkannt haben, dass diese häufig beobachteten Stachelrochen Geräusche machen zeigt, wie wenig wir über die Ozeane wisssen.“ – Lachlan Fetterplace, Ökologe, Schwedische Universität für Agrarwissenschaften

Die Forscher gehen davon aus, dass die Tiere die Laute von sich geben, um mögliche Fressfeinde zu verwirren – und sich so einen Vorteil bei der Flucht zu verschaffen.

Das machen sie an der Tatsache fest, dass die Rochen damit beginnen, wenn ein Taucher sich nähert und damit aufhören, wenn der vermeintliche Räuber wieder auf Distanz geht.

Eine weitere Vermutung der Wissenschaftler ist, dass die Geräusche als eine Art „Schlachtruf“ dienen und Artgenossen dazu veranlassen sollen, einem Tier in Gefahr zur Hilfe zu eilen.

Wie die Rochen die Laute genau produzieren, ist derzeit noch nicht klar. Es wird vermutet, dass schnelle Bewegungen des Kopfes oder Kiefers, ähnlich wie bei einem menschlichen Fingerschnipsen, dahinterstecken könnten.

Die Forscher veröffentlichen ihre Erkenntnisse in der Fachzeitschrift „Ecology“ und betonen in ihrer Arbeit, dass weitere Forschung nötig sei, um das Verhalten der Stachelrochen – und ihre ungewöhnlichen Laute – besser zu verstehen.

Die Familie der Stachelrochen ist groß und umfasst 19 Gattungen mit etwa 100 Arten. Der Schwanz der Tiere trägt bis zu vier Stacheln, die giftig sein können. Bei Gefahr schlagen die Tiere ihren stachelbewehrten Schwanz über den Körper nach vorne.

2006 wurde der weltbekannte Dokumentarfilmer Steve Irwin bei Dreharbeiten am Great Barrier Reef von einem Stachelrochen getötet.