Frauen haben im Baseball nichts verloren – gegen dieses Vorurteil kämpfen unter anderem Abbi Jacobson und Roberta Colindrez („The Deuce“) in der neuen Amazon-Prime-Serie „A League of Their Own“. Sie basiert auf wahren Begebenheiten: Als im Herbst 1942 die Mehrheit der amerikanischen Baseballer im Zweiten Weltkrieg gegen die Deutschen kämpfen, fehlt es zu Hause an guten Spielern. Die Liga macht Verluste. Kaugummi-Mogul Philipp K. Wrigley, dem das Männer-Baseballteam „Chicago Cubs“ gehört, kommt auf die Idee, Frauen für den vor allem in den USA beliebten Sport anzuwerben. 1943 wird die All-American Girls Professional Baseball League gegründet. Nach einem eher holprigen Start geht die Liga auf Erfolgskurs: 1948 verfolgen über 900.000 Zuschauern den Spielen der insgesamt 15 Teams. 

Kultfilm „Eine Klasse für sich“ dient als Vorlage

Bereits 1992 griff Regisseurin Penny Marshall die Geschichte von Amerikas Baseball-Frauen auf: „Eine Klasse für sich“ erzählt auf rührende und witzige Art und Weise, wie sich die Baseballerinnen Mitte der 1940er-Jahre in die Herzen der anfangs sehr skeptischen Fans spielen. Die Rahmenhandlung ist eng verknüpft mit den verschiedenen Schicksalen der Spielerinnen, die sich alle an den damals engen gesellschaftlichen Konventionen reiben. Unter anderem Geena Davis, Lori Petty, Rosie O’Donnell und Madonna schlüpfen in die Rollen der Spielerinnen. Letztere steuerte mit „This Used to Be My Playground“ zudem den Titelsong zum Film bei.  Tom Hanks mimt den versoffenen Ex-Profi Jimmy Dugan, der das Damenteam der „Rockford Peaches“ trainieren soll. Der Film war in den 90ern sehr erfolgreich. Penny Marshall gilt unter Kritikern seitdem als Vorreiterin, die anderen Regisseurinnen den Weg in Hollywood ebnete. 

Anfangs noch skeptisch, bald voll dabei: Tom Hanks schlüpft in die Rolle des Trainers Jimmy Dugan. Unterstützung bekommt er von Catcherin Geena Davis (r.)

Mit der neuen Amazon-Prime-Serie kommt laut den Machern kein klassisches…