Im Januar 2013 entdeckte die malaysische Künstlerin Christine Das auf Facebook einen alarmierenden Post: Er zeigte das Bild eines Elefantenbabys, das seinen Rüssel nach seiner toten Mutter ausstreckte. „Die Schlagzeile lautete etwa so: Er hat versucht, sie wach zu kitzeln“, erinnert sie sich.

Es stellte sich heraus, dass dieser kleine Elefant der einzige Überlebende einer Herde von seltenen Borneo-Zwergelefanten war, die vermutlich an einer Vergiftung gestorben waren. Das Kalb hatte nur überlebt, weil es von seiner Mutter gesäugt worden war und daher das Gift nicht unmittelbar zu sich genommen hatte. Das Ganze passierte in der Nähe einer Ölpalmenplantage im ostmalaysischen Bundesstaat Sabah, an der Nordostspitze der Insel Borneo.

Die vom Aussterben bedrohten Zwergelefanten kommen nur dort vor. Sie sind kleiner und pummeliger als andere asiatische Elefanten und werden vom World Wide Fund For Nature (WWF) auf weniger als 1.500 Tiere in freier Wildbahn geschätzt.

Dieses Bild von „Little Joe“ – so wurde der kleine Elefant von den Medien getauft – ging um die Welt und hat die Künstlerin Christine Das nachhaltig beeindruckt.

„Kuscheln #2“ heißt dieses Gemälde von Christine Das

„Es traf mich so, wie wenn jemand stirbt, den man wirklich liebt. Man trauert. Genau das habe ich durchgemacht. Dabei war es einfach nur ein Bild,“ sagte sie der DW.

Ein neues Ziel

Christine Das hatte bereits in den Jahren einen persönlichen Transformationsprozess durchlaufen. Während einer Midlife-Crisis im Alter von 40 Jahren mit der großen Frage „Warum bin ich hier?“ kündigte sie ihren Job als Grafikdesignerin in einer Medienagentur und widmete sich der Malerei.

Nachdem sie das Bild von Little Joe sah, begann sie, über das Schicksal der Elefanten zu recherchieren und war schockiert darüber, wie stark diese Tiere bedroht sind.

Eine Elefantenherde auf dem Weg durch die Nacht

Der WWF schreibt auf seiner Homepage: „Die Wilderei kostet allein in Afrika jährlich bis zu 20.000…