Das Wichtigste in Kürze:

Spekulationen über Ursache der Explosionen auf der Krim Selenskyj nennt Befreiung der Krim erneut als Kriegsziel IAEA sieht in Saporischschja keine unmittelbare Atom-Gefahr US-Präsident Biden billigt NATO-Beitritt Schwedens und Finnlands Innenministerin Faeser hält Putin für Kriegsverbrecher

 

Nach den Explosionen auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim ist die Ursache weiter unklar. Spekuliert wird unter anderem über einen Verstoß gegen Brandschutzregeln oder einen Sabotageakt. Beobachter wiesen darauf hin, dass die ukrainischen Truppen mehr als 200 Kilometer entfernt seien. Bisherigen Berichten zufolge verfügt die ukrainische Armee bislang nicht über Raketen mit dieser Reichweite.

Die „New York Times“ berichtet dagegen, dass die Explosionen die Folge eines ukrainischen Angriffs gewesen seien. Dabei sei eine von der Ukraine selbst entwickelte Waffe eingesetzt worden, zitiert die Zeitung einen ranghohen ukrainischen Militär.

Die Ukraine weist eine Verwicklung von sich. Präsidentenberater Mychajlo Podoljak antwortete auf die Frage des unabhängigen russischen Fernsehsenders „Doschd“, ob Kiew die Verantwortung trage: „Natürlich nicht. Was haben wir damit zu tun?“ Er deutete an, dass möglicherweise Partisanen beteiligt waren.

Auf der Krim war am Dienstag lokalen und Moskauer Angaben zufolge ein Munitionsdepot auf einem Luftwaffenstützpunkt explodiert. In sozialen Netzwerken kursierende Videos zeigten zudem Explosionen und große Rauchwolken, die bei dem Ort Nowofjodorowka unweit des Badeortes Jewpatorija aufgenommen worden sein sollen. Ein Mensch sei getötet worden, teilte der sogenannte Gouverneur der Krim Sergej Aksjonow laut russischen Agenturen mit.

Selenskyj: Krieg beginnt und endet mit der Krim

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj versprach seinen Landsleuten unterdessen erneut eine Befreiung der Halbinsel. „Die Krim ist ukrainisch, und wir werden sie niemals aufgeben“, sagte er. Mit der Annexion 2014 habe…